Spendenbarometer für die Innenrenovierung der St. Ludgerus-Kirche

Die Kirchengemeinde dankt den Spendern für Ihre Unterstützung.

  • 230 €
    Engel Apotheke
  • 318 € 
    Heimatverein 
  • 425 €
    Eheleute Brandenfels
  • 430 €
    Open-Air-Kaffee 
  • 1.000 €
    KLJB Albersloh
  • 1.000 €
    kfd St. Ludgerus
  • 1.000 €
    Sparkasse Münsterland Ost
  • 1.500 €
    Kolpingsfamilie Sendenhorst
  • 1.530 €
    Versteigerung Orgelpfeifen
  • 2.500 €
    Spende Darlehnskasse Münster
  • 3.480 €
    Verkauf Kalender und Likör  
  • 7.962 €
    Erlös Pfarrfest 2019
  • 10.172 €
    Haussammlung
  • 18.309 €
    private Spenden
  • 22.491 €
    Rücklagen und
    Kollekten seit 2016
  • 21.000 €
    Spende Sparkasse Münsterland Ost

    93.347 € Summe
    (Stand: 07.11.2019)

St. Ludgerus Albersloh

Erste Besiedlungsspuren in Albersloh datieren auf das zehnte Jahrhundert. Auf einer Aufschüttung oberhalb der Werse wurden einige Holzbauten errichtet. Da die Gebäude sehr klein waren und auch die Ausrichtung nicht passt, deutet hier nichts auf eine Kirche hin.

Um 1050 wurde dann aber in Albersloh - bereits an der Stelle des heutigen Gotteshauses - schon die erste steinerne Kirche errichtet, vermutlich als Eigenkirche der Familie Albrecht. Der Turm dürfte im Westen gelegen haben. Durch Grabungsfunde lassen sich Teile des Grundrisses dieser ersten Kirche aus dem 11. Jahrhundert (orange) im Plan der heutigen Kirche darstellen.

Gegen 1150 wurde eine neue steinerne Kirche (im Plan dunkelgrau) errichtet, da das alte Gebäude wohl aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen zerstört wurde. Gebaut wurde eine "Saalkirche" mit einer flachen Holzdecke. Nur die Apsis mit dem darüberliegenden Glockenturm ragte heraus. Eine Besonderheit dieser Kirche ist die Ähnlichkeit zum Kaiserdom Lothars III. in Königslutter. Auch dort gibt es - anders als bei den allermeisten Kirchen im Münsterland - einen achteckigen Chorturm im Osten. Von dieser alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist das historische Portal (im Plan gelb) bis heute erhalten. Es wurde beim Neubau der Kirche als Eingangsportal an der Nordseite wiederverwendet.

Im Jahr 1230 ging die Kirche in das Eigentum des Bistums Münster über, das auch die Bezahlung der Priester übernahm. Für die Christen der Umgebung wurde sie zur Gemeindekirche. So wurde auch ein Taufstein zur Annahme des christlichen Glaubens aufgestellt. Dieses erhalten gebliebene historische Taufbecken ist bis heute der Taufort der katholischen Christen in Albersloh. Vermutlich erhielt die Kirche auch im 13. Jahrhundert das Patrozinium des heiligen Ludgerus.

Liudger, friesischer Missionar und erster Bischof von Münster

Liudger wird um 742 bei Utrecht in Friesland geboren. Seine Familie ist bereits in der dritten Generation christlich. Mit 12 Jahren begegnet er dem berühmten Missionar Bonifatius, der noch im Greisenalter von 80 Jahren unterwegs war, die Friesen zum Christentum zu bekehren.

Von Alkuin, dem führenden Hofgelehrten Karls des Großen, erhält Liudger eine gründliche theologische Ausbildung. 767 wird er zunächst zum Diakon, 777 dann (in Köln) zum Priester geweiht. Im Auftrag Karls des Großen lässt er sich in das Projekt zur Christianisierung der Sachsen einbinden.

Diese Sachsenmission ist immer wieder von Rückschlägen und zerstörten Kirchen begleitet. Anders als Karl der Große will Liudger die Sachsen aber durch Überzeugung und nicht durch Feuer und Schwert für den christlichen Glauben gewinnen.

793 sendet Karl der Große Liudger ins Münsterland. In Mimigernaford gründet er ein Kloster (lateinisch "Monasterium"), von dem sich der spätere Name der Stadt Münster ableitet. Am 30. März 805 wird Liudger dann in Köln zum ersten Bischof von Münster geweiht.

Er gründete zahlreiche Pfarrgemeinden, ließ etwa 20 Kirchen erbauen (darunter auch den Paulusdom in Münster), gründete eine Domschule und einige Klöster. Zwei Dinge erledigte er immer persönlich: Die Spendung der Firmung und regelmäßige Besuche in den Pfarrgemeinden.

Im Jahre 809 beginnt ihn eine Krankheit zu schwächen. Doch Liudger arbeitet bis zum Schluss, predigt noch am Tag vor seinem Tod in Coesfeld, bevor er dann am Morgen des 26. März 809 in Billerbeck stirbt. Auf seinen Wunsch hin wird er im Kloster von Essen-Werden, das er selbst gegründet hat, beigesetzt. Der Sterbeort Billerbeck, die Bischofsstadt Münster und die Grabstätte in Essen-Werden sind bis heute die Hauptorte der Verehrung des heiligen Ludgerus.

Die weitere Baugeschichte der Kirche

 
Ab dem Jahr 1250 wurde die Kirche großzügig erweitert. Erst 1370 war das Gebäude fertiggestellt (hellgrau im Plan). Es wurde ein aufwändiges Gewölbe auf das neue Hauptschiff gesetzt. Der Turm wurde höher gebaut. In der Rückwand des Altarraumes befand sich ein Fenster.

Drastisch steigende Einwohnerzahlen in Albersloh ab dem Ende des 19. Jahrhunderts führten dazu, dass man die Kirche 1964 (grün im Plan) nochmals erweitert hat. Zwei asymmetrische Seitenanbauten sorgten für viele neue Sitzplätze. Angedacht waren auch mehrere kleine Fensteröffnungen in der Rundung des Altarraums. Diese Idee wurde jedoch nicht umgesetzt und somit blieb die Wand ohne Schmuck und Fenster.

Es warten neue Herausforderungen / Beginn der Kirchenrenovierung

Seit mittelalterlicher Zeit ist man in Albersloh einen Weg gegangen, der im Sinne der Denkmalpflege beispielhaft ist. Man hat vorhergehende Kirchbauten nie vollständig vernichtet, sondern hat sie sinnvoll in Neubauten einbezogen. So kann man bis heute die historische Entwicklung am Gebäude gut nachvollziehen.

Jetzt - im Jahr 2018/19 ist eine Erneuerung der Innengestaltung der Kirche wieder einmal überfällig. Doch nicht nur eine Ausbesserung der Wände, ein Anstrich und die Erneuerung von Beleuchtung und Elektrik ist dringend notwendig. In Anbetracht der drastisch zurückgehenden Kirchenbesucherzahlen musste über die Anzahl der Sitzplätze und die Anordnung des Altarraumes neu nachgedacht werden.

Die Planungen in Abstimmung mit dem Bischöflichen Generalvikariat sind bereits weit gediehen. In der ersten Julihälfte 2018 fanden Gemeindeversammlungen in Albersloh statt, auf denen das neue Konzept vorgestellt wurde. Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, bieten wir die beiden gezeigten Präsentationen hier zum Download an:

Die Idee hinter der Bank...

Die zwei Kuben, befindlich im nördlichen Seitenschiff der umgestalteten Kirche St. Ludgerus, verstehen sich neben ihrer hauptsächlichen Funktion als Beicht- und Gesprächsraum sowie als Stuhllager und WC auch als begehbare, raumgreifende Kunstwerke. Die Außenverkleidung wurde gefertigt aus den ehemaligen Kirchenbänken von St. Ludgerus - ein ehrgeiziges Projekt, das sich nun bald sehen lassen kann!
 Anlässlich zur Wiedereröffnung der St. Ludgerus-Kirche hat der Kunsttischler Konrad Horsch in der historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf neben der aufwendigen Plattenfertigung für die Außenverkleidung der Kuben auch verschiedene Produkte aus den nicht verwerteten Seitenelementen der Kirchenbänke entwickelt.
Dem Holz folgend, hochwertig verarbeitet, gestaltet in schlichtem, zeitlosen Design. Und vor allem limitiert...
 Unverkennbar an der Gestaltung der beiden Kuben ist die künstlerische Handschrift von Jessica Maria Toliver, die der abstrakten Linie folgt. Das präferierte Ausdrucksmittel der Künstlerin ist der Scherenschnitt, den sie auf unterschiedliche Materialien überträgt. Ihre Entwürfe finden sich auch in der Tischkrippe "Mein Licht“  sowie in einer exquisiten Auswahl an edlen Kunstkarten aus ihrer aktuellen Edition wieder. Diese können im formschönen Kartenhalter aufgestellt werden oder als Grußkarten zu verschiedenen Anlässen genutzt werden.
Dokumentationsfotos: Konrad Horsch

Produktfotos: Bernd Paulitschke
 
 


Schiff, geschwungen

Wohl proportionierter Kerzenhalter aus dem Sitzelement der ehemaligen Kirchenbänke (naturbelassene Eiche) zum Preis
von 12 €


Schiff, gerade

Etwas kerniger in der Erscheinung - Kerzenhalter aus der Unterstütze der ehemaligen Kirchenbänke (naturbelassene Eiche) zum Preis von 12 €


Stück Bank

Dieser abstrahierte Adventskranz wurde aus dem Fuß der Kirchenbank gearbeitet - gut erkennbar an der geschwungenen Form und den ziervollen Zapfenverbindungen der alten Tischlerarbeit (naturbelassene Eiche) zum Preis von 15 €.


Stövchen

Eine Einladung zu Ruhe, Besinnung und Genuss. Gefertigt aus dem hinteren Fußteil der Kirchenbank (geölte Eiche) zum Preis von 35 €


Mein Licht

Bei dieser schlichten und zeitlosen Tischkrippe nach einem Entwurf der Künstlerin Jessica Maria Toliver geht Edelstahl eine harmonische Liaison mit der geölten Eiche ein. Stimmungsvoll reflektiert das durchbrochene Motiv den sanften Schein des Lichtes an der Wand. (geölte Eiche/gebürsteter Edelstahl) zum Preis von 38 €


Lichtvase

Teelichthalter aus Hartholz mit Vase aus Glas (geölte Eiche) zum Preis von 20 €


5 Freunde

1 Stück Eichenhartholz mit 5 Bohrungen für unterschiedlich große Teelichter (naturbelassene Eiche) zum Preis von 15 €


Adventskranz, gestaffelt, 4er-Set

Ein Adventskranz in abstrahiert - schlichter Form (naturbelassene Eiche) zum Preis von 12 €


Würfel voll Licht

Gefertigt aus dem Seitenteil der ehemaligen Kirchenbank. Ein besonderes Licht fürs ganze Jahr. Die Arbeit an diesen Würfeln ist ein Geschenk des Kunsttischlers an die Gemeinde. Der Erlös geht zu 100 % an die Kirchengemeinde. Der Würfel ist zum Preis von 4 € erhältlich.


Kartenhalter

Dieser besonders formschöne Kartenhalter wurde eigens für die Scherenschnittkarten entworfen (naturbelassene Eiche) zum Preis von 5 €


Scherenschnittkarte

Das Motiv wird jeweils mit leichter Distanz schwebend vor dem Hintergrund montiert. A5 Klappkarte aus angenehm griffigen 300gr. Papier, komplettiert mit transparentem Einleger und seidengefüttertem Couvert. Motive jeweils in schwarz und weiß, rückseitig handsigniert zum Preis von 10 €