Die jüdischen Feste im Jahreskreis

Ausstellung in der Pfarrkirche St. Martin vom 15.-29. März 2026

Gemeinsames Ausstellungsprojekt der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus und des Vereins Woche der Brüderlichkeit Sendenhorst e.V.

Zum Inhalt der Ausstellung
Der jüdische Festkalender beginnt im Herbst und umfasst biblische sowie historische Feiertage, die von Einkehr, Besinnung und wichtiger Erinnerung bis zu großer Freude reichen.
Die wichtigsten Feste sind in zeitlicher Reihenfolge Rosch HaSchana (Neujahr), Jom Kippur (Versöhnungstag), Sukkot (Laubhüttenfest), Simchat Tora (Freude an der Tora), Chanukka (Lichterfest), Purim (Rettung des Volkes durch Esther), Pessach (Auszug aus Ägypten) und Schawuot (Offenbarung am Sinai / Erntedank). Der Schabbat ist der wöchentliche Ruhe- und Feiertag.
Die „Heiligung eines Ortes“ spielt im Judentum theologisch kaum eine Rolle. In den Bedeutungen der jüdischen Feste wird klar, dass der Schwerpunkt jüdischer Spiritualität auf einer „Heiligung der Zeit“ liegt, d.h. in der Vergewisserung der gemeinsamen Geschichte mit Gott. Bei den meisten Festen ist daher auch nicht der Besuch der Synagoge entscheidend, sondern die Art des Feierns in der Familie mit den Erinnerungstraditionen.
Der jüdische Jahreskreis ist in zwölf Monaten nach dem Mondlauf festgelegt. Zum Ausgleich mit dem Sonnenjahr wird dann gelegentlich ein 13. Monat eingeschoben, so dass die einzelnen Feste immer ungefähr in die gleichen Jahreszeiten fallen.

Zur Arbeit mit Erzählfiguren
Gute Erzählungen erhalten ihre spannende Lebendigkeit nicht durch das, was sie erzählen, sondern durch das, was sie weglassen. „Leerstellen“ bieten Raum für eigene Assoziationen im Kopf des Zuschauenden, Zuhörenden oder Lesenden.
In unserer Ausstellung werden die Feste durch Figuren in Szene gesetzt, ermöglichen so dem Betrachtenden ein Eintauchen in eine bestimmte Situation und laden zum persönlichen Nachempfinden und möglicherweise zur Identifikation ein. Die Figuren selbst sprechen nicht, aber mit ihnen können Geschichten erzählt und Situationen dargestellt werden. Die fehlenden Gesichter halten dabei die Situation offen, laden zur Projektion von eigenen Emotionen und zum Wiedererkennen ganz persönlicher Themen ein.

Öffnungszeiten
Unsere Ausstellung ist von Sonntag, 15. März, bis Sonntag, 29. März, während folgender Zeiten geöffnet:
- sonntags von 9-11 Uhr und von 12-18 Uhr
- montags bis samstags von 9-18 Uhr
Der Eintritt ist frei. Ein barrierefreier Zugang ist über das Südportal möglich. Aufgrund von Gottesdiensten kann es zu zeitlichen Einschränkungen kommen.

Führungen
Während der Ausstellungzeit bieten wir dienstags und sonntags um 16 Uhr und donnerstags um 10 Uhr öffentliche Führungen ohne Anmeldung an.
Anfragen für gruppenbezogene Führungen richten Sie bitte an Eva Maria Jansen (evamariajansen(at)t-online.de). Gleiches gilt für interessierte Schulklassen. Die Gruppe sollte nicht mehr als 15 Personen umfassen. Größere Gruppen würden wir teilen.

 

Einladung zur Ausstellung