Sakramente

THEOLOGEN SAGEN, JESUS CHRISTUS SEI IN SEINEM WORT, SEINEN HANDLUNGEN UND SEINER PERSON DAS UR-SAKRAMENT DER MENSCHENLIEBE GOTTES. MEHR

Ehe: Zeichen der Liebe Christi zu den Menschen

 

Kirchliche Trauung

Paare, die kirchlich heiraten möchten, sollten sich frühzeitig im Pfarrbüro melden, um einen Termin für ihre Trauung abzusprechen. Die meisten Paare heiraten am Freitagnachmittag, der Gottesdienst beginnt zwischen 14.30 Uhr und 17.00 Uhr.
Samstags sind Sondergottesdienste für Trauungen in unserer Pfarrgemeinde vormittags, um 14.30 Uhr oder 15.00 Uhr möglich. Außerdem kann man am Samstag in Verbindung mit der Vorabendmesse der Gemeinde (17.00 Uhr oder 18.30 Uhr) heiraten oder ein Ehejubiläum feiern.

Ehejubiläen werden am Samstagnachmittag nur dann mit einer eigenen Messe gefeiert, wenn der Jubiläumstag auf den Samstag fällt.
Manche Paare möchten gerne in einem ganz kleinen Kreis ihre Hochzeit feiern. Sie feiern gemeinsam mit ihrer Familie die Messe am Sonntag oder an einem Werktag mit, um sich dann nach dem Gottesdienst im Kreis der Familie und Freunde das Eheversprechen zu geben.

Trauungen und Ehejubiläen werden in der Pfarrkirche gefeiert.

Für sehr kleine Gruppen besteht dabei auch die Möglichkeit die nördliche Seitenkapelle in der Martinskirche zu nutzen.
Paare, die den Wunsch haben, in der Kapelle des St. Josef-Stiftes zu heiraten, nehmen ebenfalls zunächst mit dem Pfarrbüro Kontakt auf. Von dort aus wird dann geklärt, ob die Kapelle des Stiftes zum gewünschten Termin genutzt werden kann.
Wenn das Paar bei einer Goldhochzeit oder einer diamantenen Hochzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Kirche kommen kann, ist eine Segensfeier, ein Wortgottesdienst oder eine Messe - nach vorheriger Absprache - auch in der Familie möglich.

Die Ehe ist ein Sakrament

Für die Kirche ist die Ehe ein Sakrament. Sie ist nach katholischem Glaubenverständnis ein Zeichen für den Bund zwischen Christus und der Kirche, wie es der Katechismus der katholischen Kirche ("Weltkatechismus") erklärt.

Nach den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzils ist sie "Bild und Teilhabe an dem Liebesbund Christi und der Kirche". Mehr noch: Christliche Ehe soll zum Zeichen und damit zur gelebten Verkündigung der Liebe Christi zu den Menschen werden.

Ein Theologe beschreibt dies so: "In der Liebe der Eheleute zueinander, in ihrem Dienen und Opfern füreinander, in ihrem Ertragen und Verzeihen, in ihrer Treue bis zum Tod soll deutlich werden, was Christus auch in der Gegenwart für die Menschheit, insbesondere für seine Kirche, ist und wirkt."

Konstituierend für dieses Sakrament ist der Wille der Brautleute bei der Trauung, die Ehe nach diesem Verständnis einzugehen.

Nicht die Kirche oder der trauende Priester spenden das Sakrament, sondern die Ehepartner einander, wann immer sie ihr Jawort in einer kirchlich anerkannten Form sprechen.

Nicht der Ritus (die Trauung) ist das Sakrament, sondern die Ehe selbst - oder wenn man so will, der Ehealltag.

In der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Ehe. Das Verhältnis zwischen Gott und dem Volk Israel wird oftmals mit dem Liebesverhältnis zwischen Braut und Bräutigam beschrieben. In ihrem Festhalten an der Unauflöslichkeit der Ehe beruft sich die katholische Kirche auf das Neue Testament (Matthäus 19,6): "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."

Darauf nimmt auch die Feier der Eheschließung Bezug; im Trauungsspruch heißt es: "Ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe (alternativ: bis dass der Tod uns scheidet)."


Text: Norbert Göckener, kampanile
Foto: Norbert Ortmanns, Kirche+Leben