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14.01.18

Gemeindewallfahrt 2018!?

Möglicherweise könnte in diesem Jahr eine weitere Gemeindewallfahrt in den Süd-Osten Frankreichs stattfinden. Weitere Informationen hier.


Mit einem Gruß zum Weihnachtsfest erinnerte das Hotel „Les Hirondelles“ in der Nähe von Clermont-Ferrand daran, dass Pfarrer Buddenkotte im Frühsommer dort wegen einer Übernachtung mit einer Pilgergruppe angefragt und sich danach nicht mehr gemeldet hatte. Die Zimmer seien noch immer vorgemerkt, hieß es in dem Schreiben. Das Hotel liegt mitten in der Landschaft, die vielen bei uns vielleicht aus der Werbung für das Mineralwasser Volvic bekannt ist: die Region ist geprägt durch den Blick auf eine imposante Landschaft, die erloschenen Vulkanen beherrscht ist. In dieser Umgebung liegt auch der kleine Wallfahrtsort Orcival. Dort wird Maria verehrt als diejenige, die die Menschen von ihren Fesseln befreit. Hintergrund für diesen „Titel“ der Gottesmutter ist die Überlieferung, dass Menschen, die im Mittelalter durch den Weg nach Santiago de Compostella eine Strafe für ein Vergehen abbüßen mussten, in diesem Dorf von ihren Ketten befreit wurden, die sie bis dort tragen mussten.

Das Hotel „Les Hirondelles“ (Die Schwalben), das sich zu Weihnachten in die Erinnerung gebracht hat, könnte eine Station sein, falls sich im Jahr 2018 eine Gruppe von interessierten Gemeindemitgliedern findet, die Interesse an einer letzten Gemeindewallfahrt mit Pfarrer Buddenkotte haben. „Wenn es genügend Interessenten gibt, dann kann ich mir vorstellen, noch einmal eine Gemeindewallfahrt zu planen. Denn diese Fahrten habe ich immer als eine Zeit des intensiven Miteinanders und des gemeinsam erlebten Glaubenswegs geschätzt. Deshalb würde ich die letzte Fahrt dann unter den Leitgedanken „Aufbrüche im Leben und Stationen (m)eines Lebensweges“ stellen. Den Weg möchte ich so planen, dass fast alle Stationen mit den großen Jakobswegen zu tun haben, die sich aus Frankreich kommend dann im großen „Camino“ in Spanien vereinigen. Mit Vézelay und Le Puy-en-Velay gehören gleich zwei der großen Sammelpunkte auf dem Weg nach Santiago zum bislang nur grob geplanten Ablauf einer möglichen Gemeindewallfahrt in der Zeit vom 28. Juli bis zum 04. August 2018.

In den ersten Überlegungen ist ein Wochenende in Vézelay die erste Station der Reise. Von dort aus geht es dann weiter in die Auvergne in das Hotel von den „Schwalben“ und nach Orcival. Die dritte Station wäre der Wallfahrtsort Rocamadour, der mit seinen sieben Kapellen und seinem mittelalterlichen Ortskern wie ein Schwalbennest an einer Felswand hängt. 

In der Nähe liegt das „Gouffre de Padirac“, eine riesige Höhle mit einem Fluss, auf dem Besucher mit kleinen Schiffen durch die unterirdische Höhlenwelt gefahren werden. Der Überlieferung nach soll der Eingang dieser Höhle (ein 75 Meter tiefer Schlund) seinen Ursprung in einem Streit zwischen dem Teufel und dem heiligen Martin haben. Vom Tal der Dordogne führt der bislang geplante Weg der Pilgergruppe dann weiter nach Conques, einem kleinen Dorf am Ufer des Flusses Lot, das mit seiner Klosterkirche ebenfalls eine wichtige Station auf einem der Jakobswege ist. Die nächsten Stationen der Pilgerreise sind liegen dann weit im Süden: St. Guilhelm-le Desert und das Dorf Saintes-Maries-de-la-Mer, in dem Maria von Magdala mit einigen Gefährtinnen nach einem Schiffbruch gestrandet sind und von wo aus diese Frauen den christlichen Glauben dann in das heutige Frankreich gebracht haben sollen.  Auf dem Rückweg vom Mittelmeer geht es wieder in die Auvergne, die Landschaft der erloschenen Vulkane, bis nach Le-Puy-en-Velay, wo nicht nur die beeindruckende romanische Kathederale, sondern auch noch eine Kirche zu Ehren des heiligen Michael auf der Spitze eines Vulkankegels errichtet wurden. Über Lyon könnte der Weg für die Pilgergruppe mit einem Zwischenstopp in Burgund wieder in die Heimat führen.

„Bis auf das Hotel von den Schwalben existiert diese Fahrt bislang nur in Gedanken und auf dem Papier. Wenn es noch im Sommer 2018 etwas werden soll, müssen die Planungen allerdings rasch beginnen. Denn der Juli / August sind nicht nur in Deutschland Ferien- und Hauptreisezeit. Die Suche nach Hotels mit Platz für eine ganze Busgruppe, könnte an einigen Stellen jetzt schon schwer werden, “ so beschreibt Pfarrer Buddenkotte den aktuellen Stand der Ideen und Planungen. „Bevor ich weitere Details plane, möchte ich zunächst gern wissen, wie groß der mögliche Kreis von Interessierten in Sendenhorst und Umgebung ist, der in den Sommerferien noch Zeit und Interesse für solch eine Fahrt hat.“ Der Preis für die einwöchige Reise hängt von der Zahl der Teilnehmer/innen ab, die sich die Kosten für einen Bus samt Unterbringung des Fahrers teilen. „Sollten wir eine Teilnehmerzahl von gut 30 Personen erreichen, so müsse es auch in der Hochsaison möglich sein, dass man mit 100 Euro pro Tag und Teilnehmer/in für den Bus, die Unterbringung in Hotels der Mittelklasse mit Halbpension, Eintrittsgelder etc. klar kommen.“ Um zu einer Entscheidung zu kommen, ob Pfarrer Buddenkotte dem Hotel „Les Hirondelles“ absagt oder ob er weitere Hotels für die oben beschriebene Reiseroute sucht, ist es wichtig, im Laufe des Monats Januar einen Tendenz bei den möglichen Teilnehmerzahlen zu bekommen. „Es muss und kann sich noch niemand verbindlich anmelden, aber alle, die ein ernsthaftes Interesse haben, sollten sich in den Pfarrbüros in Sendenhorst und Albersloh oder direkt bei Pfarrer Buddenkotte (Tel. 9304-0 oder pastor@st-martinus-und-ludgerus.de) melden.

 

Bild(C): Tomsk / pixelio.de