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13.02.18

Bewusster Einstieg in die 40 Tage der Vorbereitung auf Ostern

Mit dem Aschermittwoch und dem Karfreitag kennt die Tradition der katholischen Kirche zwei Tage im Laufe des Jahres, an denen sie die Gläubigen zu einer sehr bewussten Gestaltung dieser Tage einlädt.


Wenn diese Tage als „Fast- und Abstinenztage“ begangen werden, dann geht es darum, auch körperlich erfahrbar eine innere Gemeinschaft mit Jesus Christus zu suchen, indem man auf Fleisch und Genussmittel verzichtet und in besonderer Weise Maß hält beim Essen und Trinken. Die Fastenordnung der Kirche empfiehlt für Aschermittwoch und für den Karfreitag am Anfang und am Ende der österlichen Bußzeit einen solchen Verzicht.

Der Empfang des Aschekreuzes ist ein äußeres Zeichen dafür, dass glaubenden Menschen sich der Tatsache stellen, dass ihr Leben ein Geschenk aus Gottes Hand ist. Weil sie wissen, dass sie rein organisch „Staub sind und zu Staub zurückkehren werden“ öffnen sich Christen in den heilige vierzig Tagen vor Ostern bewusst für den Ruf Jesu „Bekehre dich und glaube an das Evangelium“. Die Asche ist Bild der Vergänglichkeit. Diese Asche wird allerdings vor dem Austeilen betend mit Weihwasser besprengt, das auf die Zusage der Taufe hinweist. Denn in der Taufe haben alle Christen die Zusage empfangen, dass sie nicht nur Teil der „alten Schöpfung“ sind, die irgendwann wieder zum Staub zerfällt, sondern von Gott durch die Gemeinschaft mit Jesus Christus zum Leben der „neuen Schöpfung“ gerufen sind. Diese innere Gemeinschaft mit Jesus Christus, die der von Gott geschenkte Weg zum Leben ist, dürften Christen in der Vorbereitungszeit auf Ostern vertiefen und erneuern, bevor sie in der Osternacht ihr Taufversprechen vor der gesamten Gemeinde erneuern.

Alle Gläubigen in der Pfarrgemeinde St. Martinus und Ludgerus sind am Aschermittwoch herzlich zur Mitfeier der Gottesdienste eingeladen, in denen sie das Aschekreuz empfangen und so bewusst in die „heiligen 40 Tage“ der Vorbereitung auf Ostern gestalten, indem sie ihre innere Verbundenheit mit Jesus Christus vertiefen und sich in der Liebe auch für ihren Nächsten öffnen.

 

Bild(C): Joerg Trampert / pixelio.de